Mit Laura Holzberg und Alesa Mustar hat das Deutsche Architektur Zentrum DAZ seit diesem Jahr eine neue kuratorische und künstlerische Leitung.  
 
Während Laura Holzberg das DAZ bereits seit zehn Jahren begleitet, kam Alesa Mustar 2020 ins Team. Zu zweit widmen sie sich gesellschaftlichen Fragestellungen auf sozialer, politischer und räumlicher Ebene über die Architektur hinaus. So startete die neue Doppelspitze im September mit einer Gesprächsreihe, die sich mit soziokulturellen Paradigmenwechseln und den damit verbundenen Fragen nach gerechter Raumproduktion beschäftigt. Sie begreifen das DAZ vornehmlich als Ermöglichungs- und Diskursraum.  

„Auf das DAZ bezogen, sehe ich die Idee einer support structure als etwas, das eine Grundstruktur bietet, innerhalb derer Potenziale freigesetzt werden können: Das DAZ als Ort für Begegnung und Austausch, an dem aktuelle gesellschaftliche und architektonische Fragen verhandelt werden.“ (Holzberg, Kuratorin und Raumstrategin) 

„Interaktion mit der Öffentlichkeit heißt, in ständiger Korrelation mit unseren Zielgruppen zu sein, die eine große Reichweite beschreiben: Von Hochschulen, Politik, Bauwesen hin zu Künstlerinnen, Aktivisten und Gestaltenden. Aktuelle Prozesse und Debatten nehmen wir auf und sehen uns als Gesellschaftsforscherinnen mit einem Resonanzraum – dem DAZ – der Ausdrucksplattform und Vermittler sein darf.“ (Mustar, Kuratorin und Urbanistin)  


Das Deutsche Architektur Zentrum DAZ ist eine Initiative des Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA. Es ist ein Ideenlabor, ein Ort des Austauschs, der Vermittlung und Debatte. 

Das DAZ möchte alternative Raumpraxen erlebbar machen: Mensch und Umwelt werden in den Mittelpunkt gestellt, Architektur in ihrer komplexen gesellschaftlichen Dimension und Verantwortung gesehen und Stadt als Spiegelbild und Verhandlungsfläche für sozio-kulturelle und politische Entwicklungen betrachtet. 

M
it Ausstellungen, Installationen, Performances, Workshops und Gesprächen werden Themen rund um den physischen und den sozialen Raum initiiert, aufgegriffen und diskutiert. Projekte entstehen in intensiven und interdisziplinären Kooperationen – mit Institutionen und Akteur*innen aus Architektur, Kunst, Kultur und Stadt, um eine Erweiterung von Wissen und Wirkung zu ermöglichen.