Es ist Zeit für einen Perspektivenwechsel beim Umgang mit bestehender Architektur.
Die Ausstellung des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA ist ein Plädoyer für den künftigen Bestand.

In zehn Strategien stellen Architekt*innen und Urbanist*innen ihre Sorge um den Bestand vor: ein Sorgetragen für den Gebäudebestand, für gewachsene soziale Strukturen und für den Fortbestand der Erde. Sie laden ein, die Permanenz von Gebautem und Gewachsenem zu lesen und plädieren für ein Weiterdenken und achtsames Reparieren von Lebensräumen und Wohnkulturen. Sie zeigen, wie sich neue Perspektiven im urbanen und regionalen Kontext durch vernetzte Ansätze, durch gemeinwohlorientierte Kooperationen und durch Beteiligungskonzepte ergeben. Für den künftigen Bestand, also die heute errichteten Gebäude, werden Strategien für den zirkulären Materialeinsatz und eine Offenheit für kommende Anforderungen entwickelt.

Ausstellung und Publikation wurden für den BDA von Olaf Bahner, Matthias Böttger und Laura Holzberg kuratiert.

Zehn Strategien wurden neu gedacht:
1 Aufbruch ins Bestehende Katja Fischer, Apolda, und Jan Kampshoff
2 Vom Wert der Permanenz Simon Jüttner
3 Schön, dass ihr da seid! Andreas Krauth, Urs Kumberger, Verena Schmidt
4 Bestand ist Handlung Tabea Michaelis, Ben Pohl
5 Einfach umbauen – einfach transformieren – Eike Roswag-Klinge
6 Urban Blockchain Michael Obrist
7 Verteilung auf das Vorhandene in der Zwischenstadt  Jörg Heiler
8 Aus Donuts müssen Krapfen werden Roland Gruber, Maria Isabettini, Peter Nageler
9 100 % Ressource: Bauten als Rohstofflager Dirk E. Hebel
10 Wachsender Bestand Ayşin İpekçi, Köln, und Kamiel Klaasse

„Sorge um den Bestand. Zehn Strategien für die Architektur“ ist ein Projekt im Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ des BMI / BBSR und wird durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat finanziell gefördert.

Alle Informationen zur Ausstellung und der Publikation: www.bda-architekten.de