31.5.2013 // 19.30 Uhr // Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung:

AUS ALLEN RICHTUNGEN

7 Architects from 7 Hills








Ausstellung 16. Mai 2009 - 30. Juni 2009
DAZ Scharoun Saal

ERÖFFNUNG 15.05.2009

18 UHR Kurzvorträge, DAZ_Taut Saal
Grußworte: S.E. Ahmet Acet, Botschafter der Republik Türkei
Vortrag : Pelin Dervis, Direktorin Garanti Gallery, Istanbul.
Werkvorträge der Architekten aus der Ausstellung ‚7 Architects from 7 Hills‘.
Es sprechen: Speakers: Kerem Piker (Emre Arolat Architects), Can Cinici, Burcu Kutukcuoglu (Teget Architectural Office), Sevki Pekin, Nevzat Sayin, Murat Tabanlioglu Tabanlioglu Architects).
Hansjörg Schneider, Schindler Schweiz
Moderation : Dr. Suha Ozkan, Vorsitzender World Architecture Community

20 UHR Eröffnung der Ausstellung
Es sprechen:
Ingeborg Junge-Reyer, Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Stadtentwicklung
Mustafa Pulat, Generalkonsul der Republik Türkei
Ute Weiland, Stellvertretende Geschäftsführerin der Alfred Herrhausen Gesellschaft
Mete Zadil, Schindler Türkei
Pelin Dervis, Kuratorin der Ausstellung ‚Becoming Istanbul‘,Direktorin Garanti Gallery, Istanbul
Dr. Suha Ozkan, Kurator der Ausstellung ‚7 Architects from 7 Hills‘, Vorsitzender World Architecture Community


7 ARCHITECTS FROM 7 HILLS präsentiert das Werk von sieben zeitgenössischen türkischen Architekten aus Istanbul anhand von Fotos, Modellen und Videos. Die im DAZ gezeigten Architekten sind führend in der aktuellen Architektur der Türkei. Obwohl es dort heutzutage eine Vielzahl talentierter Architekten gibt, ragen diese Sieben durch den Umfang und die Qualität ihrer Arbeit heraus. Am Beginn des neuen Jahrtausends repräsentiert diese Gruppe eine ganz neue Architektengeneration, die die Modern würdigt und zugleich einen Standpunkt im internationalen Kontext einnimmt.

EMRE AROLATs Werke zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Sensibilität im Umgang mit Form und Material aus. Diese zeigt sich insbesondere bei größeren Bauaufgaben durch die Anwendung von groben Stein - und Betonwerkstoffen und einfachen Stahlbausystemen. Arolat schafft in seinen Bauten ein Gleichgewicht zwischen der erforderlichen Funktionalität und den gestalterischen Möglichkeiten der Materialien. Anstatt konventioneller Fassadenlösungen entwirft er für Büro - und Industriebauten Gebäudehüllen aus einer Vielzahl geometrischer Formen, die sich um den Baukörper schmiegen.

CAN CINICI begann zunächst als selbstständiger Stadtplaner in Ankara und entwickelte durch seine besondere Art geometrische Körper und Flächen anzuordnen eine ganz eigene Formensprache. Diese verbindet er mit einem tiefen Verständnis für Material und Textur, und kombiniert so abstrakte Geometrie mit funktionaler Architektur. Mit der Annäherung an die in Istanbul vorherrschende Architektursprache, deren Schwerpunkt auf Repräsentation und spezifischen Materialien liegt, wandelte sich Cinicis streng rationalistischer Ansatz. Bei Projekten wie dem Hauptgeschäftssitz von Bursagaz entstehenmonolithische Baukörper mit prägnanten Geometrien, die aber nunmehr durch das gewählte Material zum Ausdruck kommen.

TEGET ARCHITECTURAL OFFICE wurde Anfang 2000 von Mehmet Kutukcuoglu und Ertug Ucar in Istanbul gegründet. Teget vereinen abstrakte geometrische Strukturen und Formen mit globalen architektonischen Tendenzen. Ihr Ansatz lautet ‚Thema und Variationen‘, indem sie eine ökologische Herangehensweise mit einem modernistischen, sehr persönlichen und intuitiven Rationalismus verknüpfen.

SEVKI PEKIN, der älteste unter den sieben gezeigten Architekten, gehörte nie zum Mainstream der türkischen Architekturszene, was auch in seinem Studium in Wien und der langjährigen Tätigkeit in London begründet ist. Pekin lässt sich inspirieren von der Offenheit der Nachkriegsmoderne, welche er in Abwandlungen auf die lokale Bauweise anwendet. Seine auf die wesentlichen Elemente wie Stütze, Träger und Wand reduzierte Architektur formt einen neutralen Hintergrund für das alltägliche Leben und steht in engem Kontext zu ihrer landschaftlichen Umgebung.

NEVZAT SAYIN hat mit seinen Bauten zahlreiche wichtige Impulse für die Entwicklung der türkischen Architektur seit den 1980er Jahren gegeben. In den späten Achtzigern zeigte er post - moderne Tendenzen, die er bei Projekten wie beispielsweise dem Shell Hauptsitz in Istanbul geschickt mit traditionellen Bauformen kombinierte. Seither ist seine Arbeit bestimmt von einem prägnanten Zusammenspiel von Konstruktion und Material. In Beton und Naturstein ausgeführte Werke aus den 1990er Jahren waren mit die ersten, bei denen modernste Materialien eine Verbindung mit archaischen, historischen und lokalen Techniken eingegangen sind.

TABANLIOGLU ARCHITEKTEN wurde von Murat Tabanlioglu und seiner Ehefrau und Partnerin Melkan Gursel Tabanlioglu gegründet. Ihre Arbeit drückt sich durch eine robuste Architektursprache aus, für die monolithisch orthogonale Formen in Beton, Stahl und Glas charakteristisch sind und die ihre Bürobauten seit den 1990ern prägt. Tabanlioglu sind in den letzten Jahren mit zahlreichen Großprojekten von Einkaufszentren bis zu städtebaulichen Planungen zu einem der größten Büros in der Türkei gewachsen. Ihr experimenteller Ansatz bei nachhaltigen und energieeffizienten Gebäuden in Istanbul setzt in der gesamten Türkei neue Maßstäbe für ökologisches Bauen.

HAN TUMERTEKIN, einer der jüngeren Architekten der Gruppe, bezeichnet sich selbst als ‚Stil - Agnostiker‘. Seine Stärke liegt im sensiblen Umgang mit Kontext und Situation. Hierfür steht beispielhaft sein 2004 mit dem renommierten Aga Khan Preis ausgezeichnetes Wohnhaus B2, das eine ganz neue Architektursprache andeutet. In seinen Arbeiten kommen reduzierte Formensprache und die unmittelbare Verwendung von industriellen und natürlichen Materialien zu einem ausdrucksstarken Ensemble zusammen. Neben seiner Professur in Harvard hat Tumertekins Streben nach pragmatischer Architektur ihm in der Türkei großen Respekt eingebracht.

Die Ausstellung ist kuratiert von der World Architecture Community. Die WA Community ist eine Initiative von Dr. Suha Ozkan, Ehrenmitglied des AIA sowie Mitglied und früherer Generalsekretär des Aga Khan Award for Architecture und Sefik Onat, ehemals Diplomat und heute Projekt - und Eventmanager. Die WA Community betreibt www.worldarchitecture.org, ein unabhängiges, weltweites Forum, das als umfangreiche, interaktive Datenbank den Zugang zu allen im Netz verfügbaren Informationen zum Thema Architektur ermöglicht. Außerdem verleiht die Initiative alle drei Monate die WA Community Awards mit dem Ziel herausragende, aber bisher unbekannte Projekte in der internationalen Öffentlichkeit bekannt zu machen und den Diskurs über zeitgenössische Architektur anzuregen.

Die Ausstellung im DAZ wird gefördert von der Alfred Herrhausen Gesellschaft der Deutschen Bank. Sie erfolgt im Rahmen des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Berlin-Istanbul und steht unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer.


Mehr Information zu
World Architecture Community
Alfred Herrhausen Gesellschaft
Berlin-Istanbul 2009
Schindler

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