02.-04.06.2016 // Tanzperformance: STILL MOTION
10.06.2016 // neu im club 2/16: Wolfgang Rossbauer
bis 19.06.2016 // Mi - So 14 - 19 Uhr // Ausstellung: Berlin 2013/1983

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Matthias Megyeri: Acts of Sweet Dreams Security®





Peter Pin, R. Bunnit and Didoo Railings, Sweet Dreams Security®, Foto: Matthias Megyeri, 2013


Mr. Smith & Madame Buttly Razor Wire, Sweet Dreams Security®, Foto: Matthias Megyeri, 2013

Ausstellung: 20.4. - 19.5.2013 // Mi - So // 14 - 19 Uhr // DAZ

Das DAZ zeigt Matthias Megyeris erste Einzelausstellung in Deutschland. Seit zehn Jahren erforscht er die verschiedenen kulturellen, sozialen und psychologischen Aspekte der visuellen Erscheinung von Schutz und Sicherheit im öffentlichen Raum. Seine Objekte aus der Serie Sweet Dreams Security® verbinden unser Bedürfnis nach Sicherheit mit dem Verlangen nach Harmonie und Schönheit, und so werden Zäune, Vorhängeschlösser, Stacheldraht und Ketten zu liebenswürdigen Objekten. Parallel zur Ausstellung verwandeln Megyeris Acts of Sweet Dreams Security® Form und Funktion dieser Alltagsgegenstände im Berliner Stadtraum zu Akt und Aktion – von Ausstellung zu Vorlesung, Untersuchung zu Geste, Event zu Diskussion.

Zur Eröffnung sprachen Adnan Yıldız, Künstlerischer Leiter Künstlerhaus Stuttgart, und Matthias Böttger, Künstlerischer Leiter DAZ.

Die Ausstellung Acts of Sweet Dreams Security® wird kuratiert von Adnan Yıldız.

Acts
Parallel zur Ausstellung im DAZ findet ein Rahmenprogramm mit sechs weiteren Events, Installationen, Führungen und Eröffnungen statt. Diese “Ausstellungssatelliten” oder “Acts” sind nach den unterschiedlichen Wirkungsbereichen von “Sweet Dreams Security®” gewählt und begegnen dem Betrachter, Passanten und Konsumenten außerhalb des herkömmlichen Ausstellungskontexts. So gibt es z. B. einen Rundgang im Deutschen Technikmuseum, eine Präsentation der Sicherheitsprodukte im Berliner Voo Store, eine permanente Sicherheitsinstallation im öffentlichen Raum in der Nähe des DAZ, eine Screening im Soho House Berlin und eine Plakatintervention an 1020 Litfaßsäulen im ganzen Berliner Stadtgebiet. Diese Ausweitung des Wirkungsbereiches über die Grenzen des klassischen Ausstellungsraumes hinaus verdeutlicht den generalistischen Ansatz von “Sweet Dreams Security®”.

INTERVENTION // 19.4. - 28.4.2013 // Plakate an 1020 Litfaßsäulen in ganz Berlin

BESUCH // 21.4.2013 // 14 Uhr // kontextspezifischer Rundgang im Deutschen Technikmuseum Berlin mit Adnan Yıldız

PLATZIERUNG // 28.4.2013 // Produktpräsentation im Voo Store

AUSSTELLUNG // 28.4.2013 // Ausstellungsführung mit Adnan Yıldız im DAZ

GESTE // 28.4.2013 // Screening im Soho House Berlin mit Matthias Megyeri

ANALYSE // Sommersemester 2013 // Der Sweet Dreams Security® Businessplan als Teil der Arbeit

INSTALLATION // ab 27.4.2013 // permanente Sicherheitsinstallationen im öffentlichen Raum in DAZ-Nähe:
Auf einer Mauer an der Köpenicker Straße 39 neben der ehemaligen Eisfabrik installierte Matthias Megyeri ein spitz geformtes Sicherheitsobjekt aus 5 mm dickem, pulverbeschichtetem Stahlblech. Es zeichnet exakt ein großes Graffiti mit dem Schriftzug "LOST SOUL" nach, das der Künstler auf einer dahinter liegenden Brandwand vorfand. Offen bleibt die Frage, was länger bestehen wird - das Original oder die "Kopie". So
thematisiert die Installation zwischen den maroden Gebäuden der Eisfabrik, die auf Abriss oder Sanierung warten, und einem bereits kernsanierten Wohngebäude den schnellen Wandel der Bausubstanz und eröffnet die Frage, was wovor geschützt werden muss: das Neue vor dem Alten oder das Alte vor dem Neuen?

Eine zweite Installation befindet sich am „Gecekondu von Kreuzberg“, der von dem türkischen Einwanderer
Osman Kalin aus Sperrmüll errichteten zweigeschossigen Hütte am Bethaniendamm in Kreuzberg. In den achtziger Jahren auf einer Verkehrsinsel im Niemandsland des Mauerstreifens illegal errichtet, wurde der Bau später vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nachträglich legitimiert und musste seinerseits - mehrere Brandanschläge zeigten die Notwendigkeit - von Kalin durch Zäune und Gitter geschützt werden. Auch hier übersetzt Megyeri ein bestehendes Graffiti von der Fassade der Hütte in ein Sicherheitsobjekt aus weiß beschichtetem Stahlblech. Dieses ersetzt die zuvor stark verdunkelnde Vergitterung eines Fensters zur Straße und stellt die Frage nach der Definierung und Sicherung des Privaten gegenüber dem öffentlichen Raum.

Webseite des Künstlers


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