27.10.2016 // 19 Uhr // Ausstellungseröffnung: Neue Standards - Zehn Thesen zum Wohnen
28.10.2016 - 22.01.2017 // Mi - So 14 - 19 Uhr // Ausstellung: Neue Standards - Zehn Thesen zum Wohnen

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Failed Architecture: Kottbusser Tor und Neues Kreuzberger Zentrum (NKZ)


5.11. - 9.11.2012: Workshop // DAZ-Y-Table
9.11.2012: Y-Table-Talk // 17 Uhr

Failed Architecture ist mit einem fünftägigen Workshop zum Kottbusser Tor und dem Neuen Kreuzberger Zentrum (NKZ) zu Gast im DAZ: Warum wird das Gebiet von vielen als Misserfolg wahrgenommen und wie hat es sich über die Jahrzehnte entwickelt?

Failed Architecture beschäftigt sich mit Gebäuden und städtischen Umgebungen, die nicht funktionieren, nicht mehr gefallen oder als Folge von veränderten wirtschaftlichen, sozialen, politischen und/oder physischen Umständen den Test der Zeit nicht bestanden haben und darum verwahrlost, verlassen, beschädigt oder gar zerstört sind.

Die Amsterdamer Architektur- und Stadtforscher hoffen aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, einige übersehene und unterbewertete urbane Erfolgsstrategien vor dem Vergessen zu retten und eine reiche Informations- und Inspirationsquelle für Architekten, Planer und andere an Stadt Interessierte zu erstellen.

Das Image des NKZ ist seit vielen Jahren dauerhaft negativ. Es wurde seit den frühen achtziger Jahren zum Synonym für Gewalt und Armut und galt als einer der sozialen Brennpunkte Westberlins. Lokalpolitiker schlugen 1998 vor, das NKZ abzureißen, um mit dieser eher symbolischen Geste Armut und Gewalt aus der Kottbusser Tor-Umgebung auszuradieren. Seit ein paar Jahren hat eine lokale Neubewertung eingesetzt und langsam entdecken junge Leute die vielen öffentlichen Räume, die die Gegend bietet. Und obwohl manche Anwohner schon von Gentrifizierungstendenzen vertrieben werden, bleibt gleichzeitig das negative Urteil über das NKZ und seinen schlechten Einfluss auf die Umgebung weit verbreitet.

Ziel des Workshops ist es, die Ursachen für den schlechten Ruf und die eingeschränkte Funktion des NKZ zu erkunden und die Analyse lokalen Politikern und Akteuren zu präsentieren. Failed Architecture möchte damit Entscheidungen über die zukünftige Entwicklung des NKZ soweit beeinflussen, dass die Fehler der Vergangenheit und ablaufende Prozesse berücksichtigt werden. Zusammen mit den Erkenntnissen aus vorangegangenen Failed Architecture-Projekten, wie Zwarte Madonna in Den Haag, Novi Zagreb oder Domus Vista in Kopenhagen, soll die NKZ-Studie das Einfühlungsvermögen von Politikern und Planern steigern.

Die Ergebnisse werden am 9. November ab 17 Uhr am DAZ-Y-Table mit Peter Ackermann Verwaltungsratsvorsitzender NKZ, Andrea Benze & Christian Dengler Architekten/Stadtforscher, Vincent Kompier Stadtforscher/Autor, Carsten Krohn Architekt/Autor und Axel Timm Architekt raumlabor diskutiert.

Weitere Informationen zu Failed Architecture


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